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Gute-Nacht-Geschichte für Kinder |
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Das Samenkörnchen aus "Reisekutsche" Verlag Volk und Wissen 1987 Mitten im Gebirge schlief ein Samenkoernchen. Wie war es wohl dorthin gekommen? "Ich habe keine Ahnung!" sagte der Wind. "Ich weiß von gar nichts", sagte die Wolke. "Ich auch nicht", sagte die Sonne. Das Samenkörnchen aber schlief, gut zugedeckt von einem Häufchen Erde, und eines Morgens erschien es auf der Welt wie ein kleiner grüner Stern. Zuerst war es sehr schüchtern, doch bald merkte es, dass der Wind, die Wolke und die Sonne seine guten Freunde werden wollten. Da reckte es sich und wuchs, wurde größer und größer, und eines Tages stand an der Stelle ein richtiger Baum, groß und prächtig. Doch der Baum wurde von Tag zu Tag trauriger. Er wünschte sich andere Bäume zur Gesellschaft. Er wollte mit ihnen Lieder singen, Freuden teilen und Gefahren bestehen. "Pass auf, ich helfe dir!" rief der Wind. "Ich auch!" sagte die Wolke. "Auf mich kannst du zählen!" sprach die Sonne. Und der Wind brachte Samenkörnchen von weither. Er legte sie nieder, die Wolke begoss sie, und die Sonne schien warm auf die Erde, unter der die neuen Samenkörnchen schliefen. Bald kamen sie heraus, reckten sich und wuchsen. So geschah es, dass dort im Gebirge, an einer Stelle, die immer kahl war, viele Bäume sich vereinigten und in den Himmel guckten. |