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Die Krähe - Familie der Rabenvögel |
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Nebelkrähe Corvus corone cornix Familie: Rabenvögel |
Merkmale: Kopf, Flügel und Schwanz schwarz, grauer Rücken und überwiegend graue Unterseite. |
| Wissenswertes: Bei der Nebelkrähe ist die Artenbildung noch im Fluss. Sie ist die östliche Unterart der Aaskrähe (Corvus corone), die Rabenkrähe (Corvus corone corone) ist die westliche Unterart. Die einfarbig mattschwarzen Rabenkrähen unterscheiden sich im Federkleid schon gut von den schwarzgrauen Nebelkrähen. Wo beide Unterarten in einem Gebiet zusammenleben, kommt es aber noch zu Bastardierungen. Krähen sind Allesfresser. Ihre Nahrung suchen sie auf dem Erdboden: Insekten, Würmer und Schnecken, aber auch Mäuse, Eidechsen, Frösche. Sie plündern Gelege bis zur Fasanennestgröße, nehmen aber auch Getreide und Beeren. Die Krähen leben in treuer Dauerehe. Jungkrähen schreiten im Alter von zwei Jahren zum erstenmal zur Brut. Brutzeit März bis Juni, 4 bis 5 Eier, Brutdauer 18 bis 21 Tage. Krähen können bis 70 Jahre alt werden und in ihrem langen Leben viele Erfahrungen sammeln.
Geschichten: "...Sie denkt oft an Krähen. Sie sind überall. Sie haben ihre Nester im Wald, nicht weit von dem Bett, in dem sie schläft, sie sind auf der Weide, wenn sie den Elektrozaun für die Kühe versetzt, und heute ist ihr Krächzen über dem Campus zu hören, und darum denkt sie...an die Krähe, die sich immer vor dem Laden... herumtrieb, ...die immer auf dem Parkplatz zwischen dem Postamt und dem Laden herumstolzierte, die Krähe, die irgendjemand handzahm gemacht hatte, weil sie verlassen oder die Mutter getötet worden war... Diese Krähe schuf... einige Probleme, denn sie gewöhnte sich an, im Sturzflug auf die Postkunden herabzustoßen und nach den Haarspangen kleiner Mädchen zu picken - weil es eben der Natur von Krähen entspricht, glitzernde Gegenstände und Glasscheiben usw. zu sammeln -, und so beschloss die Postmeisterin, ...sie zum Vogelschutzbund zu bringen, wo sie in eine Voliere gesperrt wurde... ...Was finden Krähen bloß an Parkplätzen? Wir werden's nie rausfinden... Krähen drehen den Kopf nach links und rechts und checken den Laden aus... Und dann dieses Krächzen. Dieses laute, kurze Krächzen... Diese dringlichen Warnschreie... Krähen paaren sich mit Krähen... Sie hören, dass ich Brot habe, also kommen sie her. Sie hören, daß jemand anders, drei Kilometer weiter, Brot hat, also fliegen sie hin. Wenn ich ihnen Brot hinwerfe, steht immer eine Krähe Wache, und eine andere ist noch weiter entfernt, und sie rufen sich was zu, nur damit alle Bescheid wissen. Schwer zu glauben, dass einer auf den anderen aufpasst, aber es scheint so zu sein. Ich werde nie die wunderbare Geschichte vergessen, die mir mal eine Freundin erzählt hat, als ich noch ein Kind war. Sie hatte sie von ihrer Mutter. Da waren Krähen, die so schlau waren, dass sie die Nüsse, die sie nicht knacken konnten, zur Landstraße brachten. Dort war eine Ampel, und die Krähen beobachteten die Ampel und wussten genau, wann die Autos losfahren würden - sie waren so intelligent, dass sie wussten, dass das was mit der Ampel zu tun hatte -, und sie legten die Nüsse genau vor die Räder der Autos, damit die sie knackten, und wenn die Ampel auf Rot schaltete, flogen sie wieder hin und holten sich die Nüsse. Damals habe ich es geglaubt. Damals hab ich alles geglaubt. Und jetzt, wo ich sie kenne..., glaube ich es wieder. Ich und die Krähen. Das ist die Sache. Halt dich an die Krähen, und dir kann nichts passieren... (Aus: "Der menschliche Makel" von Philip Roth.) |
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